Halbfinale: Sieg im Marathonmatch gegen Endingen

Bereits um 10 Uhr morgens fand das erste Spiel in der Ebringer Schönberghalle statt. Man traf hier im Halbfinale auf den Tabellenzweiten der Kreisklasse A2 Endingen, welcher punktgleich, wie der TTC Ihringen in der Parallelstaffel A1, Zweiter in ihrer Liga wurde. Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe und erst das Schlussdoppel sollte die Entscheidung bringen.

Mario Danner/ Ivan Glavas hatten in ihrem Eingangsdoppel keinerlei Probleme und gewannen sicher. Die anderen beiden Doppel mussten jedoch neu formiert werden, da Klaus Jakob aus der zweiten Mannschaft für die nominelle Nummer vier Stefan Wolf ins Team rückte, da seine Tochter an diesem Tag ihre Kommunion feierte und er so nicht spielen konnte.

Aaron Müller und Achmet Abde kämpften sich gegen das Endinger Einserdoppel in den fünften Sätz, mussten sich hier aber dann geschlagen geben. Nach der Niederlage im Doppel drei von Christoph Unverzagt und Klaus Jakob, lag man dann wie schon im Vorfeld vermutet mit 1:2 zurück. Aaron Müller gewann nun klar gegen Stertz in drei Sätzen und Mario Danner brachte die erste Mannschaft in fünf Sätzen gegen Stocker mit 3:2 in Führung. Im mittleren Paarkreuz gab es jetzt zwei Partien, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Ivan Glavas verlor sein Match gegen Jordan noch nach 2:0 Satzführung. Achmet Abde hingegen, hatte, im fünften Satz beim Stand von 6:10, vier Matchbälle gegen sich und gewann dann doch noch in der Verlängerung sein Spiel gegen Winterhalter. So stand es nach der Punkteteilung im mittleren Paarkreuz 4:3. Nachdem das hintere Paarkreuz Christoph Unverzagt und Klaus Jakob in ihren Partien gegen Linde und Scherer klar verloren, lag man nun mit 4:5 wieder zurück. Das vordere Paarkreuz Danner und Müller brachten jedoch prompt den TTC mit klaren Siegen 6:5 erneut in Front. Nachdem in der Mitte die Punkte geteilt wurden und hinten Jakob sich geschlagen geben musste, konnten die Endinger zum 7:7 ausgleichen.

Christoph Unverzagt sollte nun das Zünglein an der Waage sein. Vor dieser letzten Einzelpartie stand es im Satzverhältnis 29:28. Sollte das Spiel verloren gehen, das folgende Schlussdoppel jedoch gewonnen werden (oder umgekehrt) und das Spiel 8:8 Unentschieden enden, würde erst das Satz-, dann das Gesamtverhältnis der gespielten Bälle entscheidend für den Einzug ins Finale sein. Entsprechend nervös agierte Unverzagt auch und stand mit 1:2 kurz vor der Niederlage. Jedoch bekam er seine Nerven gerade noch rechtzeitig in den Griff, gewann noch nach hohem Rückstand den vierten Satz in der Verlängerung und machte das Spiel zur umjubelten 8:7 Führung dann im Entscheidungssatz zu.

So „konnte“ man sich theoretisch bereits eine knappe 2:3 Niederlage im Schlussdoppel erlauben, da man nun 2 Sätze mehr als die Endinger auf der Habenseite hatte. Doch Danner/Glavas spielten nun ein starkes Doppel gegen Stertz/Winterhalter und gewannen auch gleich den ersten Satz knapp mit 11:9. Nachdem der zweite ebenfalls mit 11:4 an der TTC ging, stand man bereits sicher als Finalgegner des TTC Forchheim fest. Nach über 4 Std. 15 min verwandelte nun Glavas den ersten Matchball zum 9:7 Erfolg.

Schaut man im Nachhinein auf die gespielten Punkte (611:608), hätte es bei einer 1:3 Niederlage wohl nicht für das Finale gereicht.


Finale: Knappe Niederlage gegen favorisierte Forchheimer

Bereits nach viertelstündiger Pause stand um 14:30 Uhr schon das folgende Finale gegen Forchheim auf dem Programm.

Die Forchheimer traten in absoluter Bestbesetzung an. Vier Spieltage vor der Mitte April zu Ende gegangenen Saison waren sie noch auf einem direkten Abstiegsplatz, setzten aber dann erstmals wieder ihre letztjährige Nummer 2 ein und kamen so noch auf den Relegationsplatz 8. Ein Opfer war hierbei auch der TTC Wyhl in ihrem vorletzten Saisonspiel. Wyhl war noch ungeschlagen in der Rückrunde, stand als Tabellenführer schon unmittelbar vor der Meisterschaft und hatte im letzten Saisonspiel auch hier einen Abstiegskandidaten als Gegner. Doch leidvoll mussten sie mit ansehen, wie stark die Forchheimer nun waren. Sie verloren mit 6:9 und stiegen somit nicht auf.

Der TTC Ihringen wusste deshalb vor dem Spiel um die Stärke der Forchheimer. Der Tabellenachte der Bezirksklasse musste zudem nicht erst eine Halbfinalpartie spielen, sondern stand schon gleich als Finalist fest, was natürlich ein Vorteil für sie war, da sie nicht bereits eine lange Partie in den Beinen hatten. Als Nummer eins von Forchheim stand mit Saini ein Topmann in ihren Diensten (30:13 Einzelbilanz an Pos.1 in der Oberliga Nord 2007). Aus diesem Grund wurde auch kurzfristig ein paar Tage vor dem Spiel Joachim Müller auf Position 1 nachgemeldet, welcher vor 4 Jahren seine Laufbahn eigentlich schon beendet hatte, damit alle in der Aufstellung einen Platz nach hinten rutschen konnten.

Dieser taktische Kniff schien sich auch sofort bezahlt zu machen. So konnte man diesmal, anders als gegen Endingen, zwei der drei Eingangsdoppel für sich entscheiden.

Danner/Glavas gewannen erneut und Müller Aaron/Abde bogen, nach überragender Unterstützung der mitgereisten Fans und Nerven aus Stahl, ihr Doppel gegen Fehr/Humm nach 6:10 Rückstand im Entscheidungssatz und vier Matchbällen gegen sich noch um.

Danner war nun wie erwartet gegen Saini chancenlos und es stand 2:2. Aaron Müller brachte nach der Partie gegen Fehr den TTC wieder mit 3:2 in Front. Aber genau jetzt sollten die zwei entscheidenden Spiele kommen, welche leider noch zu Gunsten der Forchheimer kippen sollten. Joachim Müller führte gegen Jens Dienst bereits mit 2:0 Sätzen und Glavas lag gegen Schieble auch schon 2:1 in Führung, aber beide konnten ihr Spiel nicht nach Hause bringen und verloren im Entscheidungssatz. Anstatt 5:2 zu führen, lag man plötzlich mit 3:4 zurück. Das hintere Paarkreuz Abde/Unverzagt war gegen das der Forchheimer Jan Dienst/Fehrenbach auf verlorenem Posten und es stand 3:6.

Nun war wieder das vordere Paarkreuz an der Reihe. Danner gewann gegen Jens Dienst und Joachim Müller trotzte Saini immerhin überraschend sogar einen Satz ab. Stand: 4:7. In der Mitte brachte Aaron Müller jetzt auch sein zweites Einzel mit 3:0 nach Hause. Glavas machte es jetzt umgekehrt als in seiner ersten Einzelpartie, gewann nach 0:2 noch mit 3:2 und brachte den TTC wieder auf 6:7 heran.

Doch dies sollten leider die letzten beiden Punkte für den TTC Ihringen sein. Das hintere Paarkreuz verlor erneut und die Forchheimer konnten, bei ihrem nun feststehenden 9:6 Erfolg, den Klassenerhalt feiern.

Alles in allem konnte man aber trotz der Finalniederlage äußerst zufrieden sein. Mit ein bisschen mehr Glück, wäre ein Sieg durchaus drin gewesen. Mit 18:0 Punkten in der Rückrunde und der Vizemeisterschaft hat man aber nach dem Verletzungspech und nur Platz fünf in der Vorrunde jetzt mehr erreicht, als man für möglich gehalten hatte. Mit viel Selbstvertrauen kann man nun in die Sommerpause gehen und den Aufstieg zur neuen Saison wieder in Angriff nehmen

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